Nepal im Vorbeigehen

Zur Abwechslung mal mehr Fotos und weniger Text zu meinem letzten Reiseziel, Nepal. Es ist ein extrem vielfaeltiges, farbenfrohes, faszienierendes und landschaftlich wunderschoenes Land. Ich glaube, nicht mal ein dickes Buch koennte diesem einzigartigen ‚melting pot‘ der Kulturen, religioesen Gebraeuche und Lebensweisen gerecht werden. Wie koennte ich diesem Land gerecht werden, der ich nur ausgewaehlte und ausgesprochen touristische Regionen besucht und mich nicht mehr als fuenf Wochen im Land aufgehalten habe?

Kurz vor dem Eintreten des Monsuns reiste ich wieder hab. Ich war also waehrend der waermsten bzw. heissesten Jahreszeit im Land, irrte viele Tage lang im Kathmandutal herum, mit seiner langen, grossen und bewegten Geschichte. Eigentlich sind es drei historische Staedte, welche sich ueber lange Zeit rivalisierten und Krieg fuehrten und im 18.Jh. von einem maechtigen Koenig mit einer grossen Armee allesamt erobert wurden: Lalitpur (oder Patan), Bhaktapur und eben Kathmandu selbst, das der heutigen Grossstadt ihren Namen gab: Ein Chaos von Glaubensrichtungen (wobei der Hindukult dominiert), Ethnien und Kasten, ein Chaos von Verkehrsunsicherheit und Laerm, launischer Stromversorgung und religioesen Ritualen wo man nur hinschaut, dazu eine starke Verschmutzung, in jeglicher Hinsicht, ziemlich aller Stadtbestandteile, wobei die Luftverschmutzung ekelhaft ist und den Alltag dominiert. Demokratisch gewaehlte, aber extrem korrupte Regierung und Parlamente etcetera etcetera…
Mittendrin leben erstaunlich liebenswerte und aufgestellte Menschen, welche Armut und Misere trotzen und sich nie, aber wirklich nie, zu schade sind fuer ein strahlendes Laecheln.

Das mal eine Groebstuebersicht vom Kathmandutal. Ich habe aber noch nicht geredet vom Nationalgericht Daal Bhat, von den ca. 30 verschiedenen Voelkern in Nepal, von den majestaetischen Bergen, fruchtbaren Feldern und tiefen Dschungeln. Von den tiefreligioesen Leuten, welche noch an lebende Goetter glauben und zu diesem Zweck ein unschuldiges kleines Maedchen seit ihrem dritten Lebensjahr in einem Tempel festhalten. Vom failed state, an welchem sich ‚Entwicklungshelfer‘ die Zaehne ausbeissen. (Und Einheimische sprechen schon von einer bevorstehenden Kapitulation an Indien im Sinne von Sikkim.)
Vieles ist also noch ein Raetsel und vom meisten weiss ich ueberhaupt nichts. Der Tourismusslogan von Nepal, once is not enough, scheint mir sehr treffend, denn so viel mehr gaebe es noch zu Entdecken im Vergleich zu meinem eher oberflaechlichen Sightseeing und einer kleinen achttaegigen Trekkingtour. Darum lasse ich nun die Bilder sprechen, moegen sie euren Geist anregen und eure Herzen erwaermen!

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